Was sind Glaubenssätze und wie können sie mithilfe der GFK transformiert werden?


Glaubenssätze sind Überzeugungen, die wir darüber haben, wie wir selbst, unsere Mitmenschen oder das Universum sind bzw. darüber, wie die Welt und das Miteinander funktionieren. Im Laufe unserer Entwicklung nehmen wir bereits im Mutterleib alles wahr, was um uns herum geschieht und speichern es in unserem Körper ab. Wenn meine Mutter zum Beispiel eigentlich kein Kind haben wollte, können ihre (negativen) Emotionen bereits im Mutterleib auf mich übertragen werden. Daraus könnte die Überzeugung entstehen: „Ich bin nicht willkommen.“ Um zu verstehen, wie diese Welt funktioniert, nehmen Kinder alles auf, was ihnen widerfährt bzw. was ihnen vorgelebt wird. Wenn in einer Familie zum Beispiel Schwäche niemals eine Rolle gespielt hat, dann kann sich daraus der Glaubenssatz entwickeln „ich muss stark sein“, auch wenn die Eltern niemals diesbezüglich Druck auf das Kind ausgeübt haben sollten.


Wenn du als Kind die Erfahrung gemacht hast, dass dein Vater dir immer gesagt hat, dass du das alleine hinkriegen müsstest, wenn du ihn um Hilfe gebeten hast, dann kann daraus die Überzeugung entstehen, dass du unter keinen Umständen um Hilfe oder Unterstützung bitten darfst. Glaubenssätze können auch dann entstehen, wenn du von deinem Umfeld (wie z.B. Eltern, Lehrern, Freunden oder den Medien) bestimmte Aussagen, Meinungen oder Verhaltensweisen übernommen hast. Wenn in deiner Herkunftsfamilie zum Beispiel Familie und Kinder einen sehr hohen Stellenwert hatten, dann könnte es sein, dass der Grund für dein Scheitern im Studium darin liegt, dass es in deinem Inneren einen Anteil gibt, der davon überzeugt ist, dass Familie und Kinder deutlich mehr wert sind als Beruf und Karriere

 

Wie können Glaubenssätze mithilfe der GFK transformiert werden?


Aus Sicht der Akademie Achtsame Kommunikation sind Gefühle und Bedürfnisse der Kern der GFK. Deshalb macht es Sinn, bei allen Glaubenssätzen danach zu forschen, welche Bedürfnisse sich hinter den eigenen Glaubenssätzen verbergen. Wenn ich bemerke, dass ein Glaubenssatz jetzt keine Gültigkeit mehr hat, dann kann ich Strategien finden, um meine Bedürfnisse anders als mit dem hemmenden Glaubenssatz zu erfüllen. Gleichzeitig gilt es anzuerkennen, dass der Glaubenssatz irgendwann in meinem Leben mal eine Bedeutung gehabt hat und diese Anerkennung auch auszudrücken. Wenn der Glaubenssatz immer noch wichtig für mich ist und er bestimmte Bedürfnisse erfüllt, dann kann es hilfreich sein, das bewusst wahr- und anzunehmen. In der Regel gibt es immer einen guten Grund (ein Bedürfnis), weshalb bestimmte Glaubenssätze hartnäckig „an uns kleben“.


Als sehr hilfreich erleben wir bei diesem Thema die Arbeit mit inneren Anteilen bzw. mit dem inneren Kind, die „Dienerarbeit“ nach Beate Ronnefeldt oder auch „The Work“ nach Byron Katie. Wir haben alle Methoden leicht abgewandelt, so dass sie sich gut zusammen mit der GFK kombinieren lassen.

Wichtig ist in allen Fällen, sich der Thematik auch von der Gefühlsseite zu nähern: Welche Gefühle tauchen auf, wenn ich meine Glaubenssätze für wahr halte. Wie wäre mein Leben ohne diese blockierenden Gedanken?


Warum ist es so schwer, manche Glaubenssätze zu transformieren?


Das hängt damit zusammen, dass es drei Arten von Erinnerungen gibt: gedankliche, emotionale und körperliche Erinnerungen. Dabei unterscheiden sich die gespeicherten Erinnerungen in ihrer Intensität, die der Entwicklung folgt, die ein Mensch vom Fötus zum Erwachsenen nimmt: zunächst bilden sich körperliche Strukturen aus, als Nächstes bauen sich emotionale Strukturen auf, bis sich schließlich gedankliche Strukturen entwickeln. Es gibt folglich auch drei verschiedene „Wahrheiten“: eine gedachte, eine gefühlte und eine gespürte Wahrheit. Wenn du zum Beispiel einen Vortrag halten willst, dann kann der Verstand dir sagen, dass du dich darauf freust, auf der Bühne zu stehen, weil du den Zuhörern einige Aha-Momente bescheren wirst. Das Gefühl hingegen wehrt sich in Form von Angst heftig gegen diesen Auftritt, weil es eine Blamage befürchtet. Das Herz fängt an zu klopfen, der Schweiß bricht aus. Der ganze Körper bereitet sich auf die Flucht vor. In dieser Situation bräuchtest du Ruhe und Gelassenheit und die Sicherheit, dass du den Vortrag bestmöglich halten wirst und dass nichts Schlimmes passiert, wenn du dich doch mal verhaspeln solltest. Und die Gewissheit, dass es sich um keine Gefahrensituation handelt.


Um Glaubenssätze nachhaltig zu verwandeln, bedarf es also auch der Einbeziehung von Emotionen und Körper. Die rein kognitive Transformation reicht in der Regel nicht aus.


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Mit herzlichem Gruß,
Simone
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