Gewaltfreie Kommunikation - Sinnhaftes

(zum 5. des neuen Monats ist hier jeweils etwas Neues zu finden)    




 

 

 

 

Achte gut auf diesen Tag


Eine kleine Geschichte (Verfasser unbekannt):
Mein Freund öffnete eine Schublade der Kommode seiner Frau und holte daraus ein kleines Paket hervor, das in Seide eingewickelt war:
«Dies ist nicht einfach ein Paket, darin ist feine Wäsche.»

Er betrachtete die Seide und die Spitze.

«Dies habe ich ihr vor 8 oder 9 Jahren in New York gekauft, aber sie hat es nie getragen. Sie wollte es aufbewahren, für eine besondere Gelegenheit. Nun ja, ich glaube jetzt ist der Moment gekommen.»

Er ging zum Bett und legte das Päckchen zu den anderen Sachen, die der Bestatter mitnehmen würde. Seine Frau war gestorben.
 ...


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 Projektion, Durchlässigkeit und Selbstannahme 


 

Weiß ich, was es anderen schwer macht, 
bei mir zu bleiben, 
mir achtsam zuzuhören?
Ist es überhaupt so oder ist das auch meins?


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Ein Glas voller Steine


Ein Philosophieprofessor eröffnete seine Vorlesung mit folgenden Worten: “Es geht heute um das Thema “Zeitmanagement” und wir werden dazu ein Experiment machen”.


Er nahm ein Goldfischglas, stellte es auf den Tisch und füllte es mit einigen großen Steinen, bis kein weiterer mehr hineinpasste. Nun blickte er in die Runde und fragte: “Ist das Glas voll?” 


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Ich liebe mich

Eine Indianerin pflegte meiner Mutter stets ein paar Rebhuhneier oder eine Hand voll Waldbeeren mitzubringen. 

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Blick vom Steg Wartaweil / Ammersee ... GFK Jahrestraining Mai 2016
Was ist eigentlich Leben? 
Ein schwedisches Märchen 


An einem schönen Sommertag war in der Mittagszeit Ruhe im Wald eingekehrt. Die Vögel stecken ihre Köpfe unter die Flügel. Alles schlief.
Da steckte eine Blaumeise ihr Köpfchen hervor und fragte: "Was ist eigentlich Leben?" 

 

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Ich habe noch nie einen Menschen gesehen,

der so oder so ist ...


 

Einfach SEIN

Ich habe noch nie einen faulen Mann gesehen!

Ich habe schon mal einen Mann gesehen,
der niemals rannte, während ich ihm zusah,
und ich habe schon mal einen Mann gesehen,
der zwischen Mittag- und Abendessen manchmal schlief
und der vielleicht mal zu Hause blieb an einem Regentag,
aber er war kein fauler Mann.

 



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Die drei Siebe der Weisheit

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.

"He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."


 

"Moment mal", unterbrach ihn der Weise. "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe?" fragte der Andere voller Verwunderung.

"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht.


Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es irgendwo und . . ."


"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil . . ."


"Aha!" unterbrach Sokrates. "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?"

"Notwendig nun gerade nicht . . ."

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"

Verfasser unbekannt

 


 

 

 

 


 

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit


 

Brücke Verbindung Wertschätzung Selbstannahme
Brücke - Begegnung - Annahme

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen.

Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege sass, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die
Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch.
"Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet."

"Ja, aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?"
"Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?"
"Ich... bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

"Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt."

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen."

"Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.

"Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber ... aber - wer bist eigentlich du?"

"Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."

~Inge Wuthe~

 



 

 


 

Ich bin autoritär erzogen worden.

Strafen, Verbote, Schläge waren als Erziehungsmethode "normal" und bewusst von meinen Eltern eingesetzt. Sie wollten, wie es Eltern oft wollen, alles richtig machen und haben sich das einzige Erziehungsbuch, was es damals gab, zur Pflichtlektüre und "Gebrauchsanweisung" gemacht. Da stand nun mal drinnen, dass der Wille von Kindern mit Schlägen gebrochen werden müsse und ein starkes Überich/Gewissen notwendig sei, um ein brauchbarer Mensch zu werden (denn Kinder galten damals auch nicht als Mensch im deutschen Recht). 


Ein weiterer Baustein war meine protestantisch kirchliche Prägung. Ich wusste sehr bald ganz genau, was sich gehört, was falsch oder was richtig war. Ich hatte eine klare Orientierung nach außen. In der modernen Psychologie spricht man da von einer extrinsischen Motivation, aus der mein Handeln entsprang. Ich handelte um Strafen zu entgehen und Belohnungen zu erlangen. 

Ich denke ähnliche Werdegänge haben viele von uns erfahren, oder?

Ich habe dabei nie mein Herz verloren und bald erkennen dürfen ... durch bewusste Verarbeitung meiner persönlichen "Schicksalsschläge" ... wir sagen dazu auch gerne "Zufälle" ... das es da andere Instanzen geben könnte, die mehr zu dem führen, was Leben bedeutet.

Mit der wertschätzenden Kommunikation habe ich eine Klarheit erfahren dürfen, wie ich meine eigenen Instanzen ... Gefühl und Bedürfnis ... nutzen darf und kann, um mit mir selbst in aller Lebendigkeit in Kontakt zu sein. 
=> Daraus entspringt der Wunsch sich gegenseitig beizutragen. 
=> Daraus entspringt der tiefe Wunsch füreinander da zu sein. 
=> Daraus entspringt die Freude an Teamarbeit und Weiterentwicklung.


Die moderne Psychologie spricht hier von der intrinsischen Motivation. Also die Motivation von innen heraus ins Handeln zu gelangen. 


 

Meinen Eltern "musste" ich dabei nicht verzeihen. Sie haben das bestmögliche getan, was ihnen zur Verfügung stand. Und hinter all ihrem Handeln stand dennoch immer die Liebe. Dafür bin ich ihnen dankbar.


 


 


 


 

Frieden ... Frieden auf Erden ... wo fängt er an ... wie kann er entstehen ... 

 

Ist Frieden wirklich erst möglich, wenn wir bei uns angekommen sind? Wenn wir gelernt haben unsere Gefühle zu uns zu nehmen und die Schuld nicht mehr im Außen zu suchen?

Das hieße, es ginge darum, in unserer Mitte anzukommen. Und Menschen tun sehr unterschiedliches, um in ihre Mitte zu kommen. 

Was machen Sie, um in Ihre Mitte zu kommen?

Mit der wertschätzende Kommunikation bietet ich dafür z.B. an:
 

  • Innehalten
  • Im Körper Nachspüren und tief atmen. Was fühle ich gerade?
  • Gefühle als Wegweiser verstehen zu dem Bedürfnis, was JETZT präsent ist.
  • Was brauche ich in so einer Situation?
  • Wann habe ich schon einmal erlebt, dass dieses Bedürfnis so richtig erfüllt ist?
  • Wo spüre ich das im Körper, wenn ich daran denke?
  • Dieses Gefühl vom erfüllten Bedürfnis durch tiefes Einatmen inhalieren.

Dafür nehme ich mir gerne 20 Minuten Zeit. Ich merke, wie ich in mir ankomme und mich verbunden mit mir und anderen erlebe.

Probieren Sie es aus und schreiben Sie gerne von Ihren Erlebnissen auf Facebook und/oder auch mir persönlich per Mail. 

Danke!


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Lerne zuzuhören? 

Copyright Christine Wawra - www.christine-wawra.de/

Tu ich doch eh!


 

Wirklich? 

Was ist Zuhören? 

Was verstehst Du darunter?


 

Ein Beispiel in Form einer Geschichte:
An einem frischen Frühlingssonntag. Mein Freund, mein Hund und ich gehen zusammen am Waldrand spazieren. Der Wald befindet sich auf einem Hügel und unten schlängelt sich die Feldstrasse durch die Landschaft. 
Wir gelangen zu einem Bauernhaus und sehen, wie die Familie auf der Veranda gemütlich frühstückt. 
Es hat noch kein Vieh auf dem Feld, aber aus irgendeinem Grund ist der elektrische Viehhüter eingeschaltet. Die Neugierde meines Hündchens bewirkt, dass sein Schwanz den Draht berührt. Wie von der Tarantel gestochen jagt es jaulend über die frisch präparierten Felder des Bauern hinunter zum Feldweg! 
Der Bauer, ebenfalls gestochen, steht wütend auf, kommt auf uns zu und schimpft:
“Wie können die Touristen nur so dumm sein und ihre Hunde nicht an der Leine führen!“

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Was ist da jetzt zuhören? Was sagt der andere?
"Na ist doch klar! Der macht mich blöd an!" könnte man/frau jetzt meinen.
Und so geht die Geschichte jetzt weiter:
********************************************************

Während ich noch im Schock verharre und in mir „A… Gedanken“ hochkommen, sagte mein Freund neben mir schon folgendes:
“Kommt Ihre Wut daher, weil Sie schon so viel schlechte Erfahrungen mit herumstreunenden Hunden gehabt haben?“ 
Das flammende „Eis“ war gebrochen und es entspann sich ein angenehmes Sonntagsgespräch zwischen ihnen, währendem ich mein Hündchen suchen ging…
(von Hp.B. ... Titel der Geschichte: Zaubersprache)


 

Die Kunst des Zuhörens liegt in meinem Verständnis eher darin zu hören, was hinter den gewählten Worten "gemeint" ist.


 

"Menschen tun immer das Bestmögliche , was ihnen zur Verfügung steht, um sich sein Bedürfnis zu erfüllen." Zitat Rosenberg


 

Könnte es dann sein, dass die Taten/Formulierungen einfach etwas unglücklich sind und wir beim Zuhören einfach lernen könnten zu hören, was dahinter ist?


 

Das lernen und üben wir in unseren Seminare. Neugierig geworden?


 


 

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One Human Family, Food for All - Caritas internat.

Ein Mann hatte den dringenden Wunsch, einmal Himmel und Hölle kennen zu lernen. So träumte er eines Nachts, dass er durch einen großen Raum ging. In der Mitte des Raumes stand ein großer Topf auf einem Feuer, in dem eine köstliche Suppe kochte. Um den Topf standen Menschen mit ungewöhnlich langen Löffeln. Aber die Menschen sahen mager, blass, gehetzt und elend aus, denn jeder versuchte verzweifelt, sich selbst mit seinem langen Löffel die Suppe in den Mund zu schieben.

Welch unsinniges Unterfangen! Die Löffel waren so lang, dass sie überall anstießen und die Speise verkleckerten. Den Weg zum Mund jedoch, fanden sie nicht. Als der Mann den Raum verließ, da sah er über der Türe ein Schild, auf dem stand: “Das ist die Hölle”.

Gleich darauf betrat er einen anderen Raum. Dieser unterschied sich vom ersten durch gar nichts. In der Mitte auf dem Feuer stand der Topf mit der köstlichen Suppe. Auch die Menschen um den Topf hatten dieselben langen Löffel.

Aber sie sahen alle wohlgenährt und gesund aus, waren freundlich und glücklich. Denn niemand versuchte sich selbst zu sättigen sondern benutzte seinen Löffel dazu, die Suppe dem anderen vorsichtig in den Mund zu schieben. Jener wiederum, wurde von einem anderen gesättigt.

Beim Verlassen dieses Raumes stand auf dem Türschild:
“Das ist der Himmel”.

Nach einer orientalischen Lehrgeschichte


 


 

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Probieren Sie es mal aus mit einem Partner.

Diskutieren Sie zum Spaß ein beliebiges Thema, z.B. Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen.
Auch wenn Sie gleicher Meinung sein sollten, nehmen Sie unterschiedliche Positionen ein.
Argumentieren Sie abwechselnd und fangen Sie bei Ihren Argumenten immer mit "ja aber" an.

Nach ein paar Minuten ändern Sie die "Spielregeln".
Immer wenn Sie Ihr Argument vorbringen Wollen, wiederholen Sie zunächst das zuletzt gehörte Argument der "Gegenseite" und sage dann Ihr Argument mit den einleitenden Worten "und gleichzeitig".

Wie geht es Ihnen in der ersten Runde?
Wie geht es Ihnen in der zweiten Runde?

Teilen Sie mir und anderen bitte Ihr Erleben im Gästebuch mit.

Danke!  

 

 

Tiefstes Glück

Wenn das eigene Liebeslied,  

das tief nur im Innersten singt  

und alles Laute dieser Welt  

nicht ohne Filter mehr durchringt  

die Grenzen meines Herzens,  

dann fühle ich mein Lied der Freude  

und ich singe es laut und schallend,  

zur Freude meiner Liebe in die Welt,  

die sich freut, wenn auch ich  

mich selber liebe.

b.p.l  -  www.gedichte-bilder-fuehlen.de

 

 

 

Der Hammer   

 

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen.  

 

Doch da kommt ihm ein Zweifel:
Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er mich nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Vielleicht hat er die Eile nur vorgeschützt, und er hat was gegen mich. Und was? Ich habe ihm nichts getan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von mir ein Werkzeug borgen wollte, ich gäbe es ihm sofort. Und warum er nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen abschlagen? Leute wie dieser Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet er sich noch ein, ich sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht´s mir wirklich. -
 

 

Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch bevor er "Guten Tag" sagen kann, schreit ihn unser Mann an:  

 

"Behalten Sie Ihren Hammer".

 

(aus P. Watzlawick: Anleitung zum unglücklich sein.)  

 

 

Mobbing ... "Neufeld, mitkommen!" Haben Sie den Film im ARD gesehen?  

 

Ein fiktiver Mobbingfall an einer beliebigen deutschen Schule ... was ist das? ... muss das sein?

 

http://www.ardmediathek.de/das-erste/filmmittwoch-im-ersten/neufeld-mitkommen?documentId=20553014

 

In einer 2007 vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau durchgeführten Online-Befragung, an der 1997 Schüler aller Klassenstufen teilnahmen, äußerten 54,3 Prozent, da...ss sie von direktem Mobbing betroffen seien. 19,9 Prozent fühlten sich von Cyber-Mobbing betroffen. Direktes Mobbing kommt häufiger in den unteren Klassenstufen vor, während in den höheren Klassenstufen der Anteil des Cyber-Mobbing ansteigt.

 

Ursachen
Laut dem Schulforscher Wolfgang Melzer kann man Mobbing nicht auf bestimmte Täter- und Opferpersönlichkeiten zurückführen, sondern auf das Schulklima. Auch der Sozialpsychologe Elliot Aronson führt Mobbing unter den Schülern auf ihren Konkurrenzkampf zurück, so wie er von fast allen Unterrichtsformen gefördert wird.

Der US-amerikanische Psychologe Kenneth A. Dodge (Duke University) dagegen beschreibt Schulhofbullys als emotional ungebildete Kinder, die eine Tendenz haben, das Verhalten anderer Menschen als aggressiv und feindselig zu deuten. ...

(http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing_in_der_Schule)

Was wir ab der 4. Klasse anbieten, um dem Vorzubeugen:
Perspektivenwechsel – Mobbing-Prophylaxe

Zielgruppe sind hier in erster Linie die SchülerInnen. Es hat sich als zielführend erwiesen, dass auch mit der Gruppe der LehrerInnen dieses Modul vorab durchgeführt wird. Das Seminar ist in 6 Schulstunden durchführbar.
Die SchülerInnen einer Klasse (Lehrer-Innen) werden in vier gleichgroße Gruppen aufgeteilt, wobei auf eine zufällige Verteilung geachtet wird, sodass sowohl geschlechtlich, als auch von den Beziehungen untereinander eine Mischung erfolgt. Die Gruppen nehmen für die Dauer des Seminars unterschiedliche Perspektiven ein:
* Perspektive des betroffenen Lehrers
* Perspektive des Mobbing-Opfers
* Perspektive der Schülerinnen
* Perspektive der Schüler

Eine vorgelesene Geschichte gibt einen fiktiven Mobbingfall vor. Vorbereitete Arbeitsaufträge machen durch den jeweils danach stattfindenden Austausch erfahrbar, dass von den Gruppen
* andere Fakten wahrgenommen und
* diese jeweils sehr unterschiedlich bewertet wurden.

Diese Übung wird in der Regel von den meisten Beteiligten mit großem Erstaunen aufgenommen. Es wird geübt die Perspektive des anderen einzunehmen. Es entsteht eine größere Sensibilität in Konflikten. Die Bereitschaft wertschätzend aufeinander zu achten wächst.

 

Und hier geht es zum Download des Schulkonzeptes.

 

Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!  


Mit herzlichem Gruß,

Christian Hinrichsen


 

Gefühle brauchen keine Berechtigung Wirklich?

 

„Da mache ich bloß einen kleinen Witz und die weint gleich los!“

 

Wer kennt nicht diese oder ähnliche Situationen bei anderen und/oder bei genauerem Hinsehen auch bei sich selbst?

 

Für uns nicht erkennbar, was jetzt schon wieder los ist, reagieren Menschen heftig … fangen unverhofft an zu weinen … sind gleich eingeschnappt/beleidigt …

Mir selber geht es so, dass ich ganz schnell ärgerlich werde, wenn ich denke, dass da irgendetwas ungerecht sei. Und oft ertappe ich mich in der Reflexion dabei, dass die Fakten, die mich so denken ließen, auch völlig anders verstanden hätten werden können.

 

Und jetzt? Darf ich deshalb nur noch in „verhältnismäßig schlimmen“ Situationen meinem Gefühl Ausdruck verleihen? Ist es, wenn es dennoch kommt, fehl am Platz? Wäre es da besser, den Ärger weg-zu-drücken, weg-zu-disziplinieren? Es gibt so viele Situationen in denen mir mein Gefühl „fehl am Platz“ erscheint … in der Arbeit, beim Einkaufen, … was fällt Dir ein?

 

Wozu haben wir überhaupt Gefühle? Sind die nicht einfach manchmal nur störend?

 

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in Ihrer Online-Ausgabe vom 2. Januar 2014 in diesem Zusammenhang von Finnischen Forschern, die in einer breit angelegten Studie 700 Menschen aus Nordeuropa und Taiwan bei 14 Gefühlen nach Körperwahrnehmungen befragt haben (Herzschlag, Wärmeempfinden, Muskelspannung …). Die Ergebnisse wurden in einer Gefühlskarte visualisiert:  

 

14 Emotionen haben die Forscher untersucht
Foto: Aalto University and Turku PET

 

„Glück durchströmt den ganzen Körper, Stolz nur den Kopf und die Brust. Die Depression lässt den kompletten Leib kalt und schlaff wirken, Traurigkeit bloß die Arme und Beine. ... Diese Muster traten unabhängig vom kulturellen Hintergrund der Probanden auf. - Was für eine biologische Grundlage der Gefühle spricht. - Der finnische Forscher Nummenmaa vermutet, dass es erst diese körperlichen Veränderungen die bewusste Wahrnehmungen der Gefühle ermöglichen.“ … So schreibt Berit Uhlmann für die Süddeutsche Zeitung.

www.sueddeutsche.de/gesundheit/koerper-und-emotionen-karte-der-gefuehle-1.1854431)

[ Wer mehr über die Studie wissen will: Sie ist veröffentlicht bei PNAS: www.pnas.org/content/early/2013/12/26/1321664111.full.pdf+html?with-ds=yes ]

 

Gefühle sind biologisch angelegt und "haben eine Funktion", so das psychologische Gegenüber zu dieser physiologischen These. Rein biologisch sehe ich Gefühle mit der klaren Funktion, uns auf unsere Bedürfnisse aufmerksam zu machen.

 

Platt gesagt: Fühle ich mich gut, sind mir gerade wichtige Bedürfnisse erfüllt. Fühle ich mich schlecht, kommen gerade wichtige Bedürfnisse zu kurz.

 

Ich habe mich in meiner Sozialisation weit davon entfernt diese Einfachheit zu begreifen und zu leben. Ich habe gelernt Gefühle auf die Seite zu schieben. Das ist ungefähr so, wie wenn ich Auto fahren und die lästige Tankanzeige zukleben würde. Irgendwann bleibt das Auto stehen. Der Zusammenhang zwischen verdrängten Gefühlen und Krankheit/Gesundung, wird heute in der Medizin sehr deutlich als ein wesentlicher Faktor wahrgenommen.

 

Und ich habe in meiner Sozialisation gelernt, dass ich dem Anderen Gefühle machen kann und damit auch der Andere „SCHULD“ ist, wie ich mich fühle.

 

Willkommen im innerlichen Drama … willkommen im Hamsterrad … ich Opfer – der andere Täter … oder umgekehrt.

 

Das kann bis zu Rachetaten führen … zu einer Handlungsunfähigkeit, Ohnmacht, Hilfslosigkeit … und/oder es führt zumindest zu selbstzerstörerischen Handlungen. Eine andere Seite desselben Verhaltensmusters kann auch sein, dass ich denke ich bin selber der Täter und ich mich schuldig fühle und/oder schäme.

 

Gehe ich von diesen gelernten scheinbar so offensichtlichen Ursache-Wirkung-Beziehungen weg, hin zur biologischen Funktion der Gefühle, dann wird verständlich, was es bedeutet, dass wir für unsere Gefühle selbst verantwortlich sind. Wenn ich tief begreife, dass ich selber verantwortlich bin für meine Gefühle, dann kann ich das Drama/die Abhängigkeit verlassen. Ich mache mich auf die Suche nach dem guten Grund, der mich so fühlen lässt. Der gute Grund ist NICHT, dass da jemand was falsch/richtig gemacht hat. Der gute Grund ist das Bedürfnis, das in diesem Augenblick bei mir zu kurz kommt – so sehe ich das.

 

Gefühle entstehen durch unsere Bewertung (auf der Grundlage unserer im Augenblick besonders wichtigen Bedürfnisse) der Auslöser, die wir beobachten … im Innen wie im Außen. Beobachtung – Bewertung – Gefühl … so stellt das ein stark vereinfachtes Modell der Gehirnforschung dar. Im Buddhismus heißt es lapidar: „Die Dinge sind … wir geben ihnen die Bedeutung“

 

Offensichtlich wird das im folgenden Beispiel …

Gemeinsames Szenario:

Es besteht die Vereinbarung mit meinem Sohn, dass bis um zehn Uhr sein Zimmer aufgeräumt ist. Ich komme in sein Zimmer um zehn Uhr.

 

Situation A:

Einmal rege mich auf über zwei Teller am Boden und über Turnschuhe auf dem Schreibtisch, weil ich„Zuverlässigkeit“ grad gar nicht erfüllt erlebe.

 

Situation B:

Das andere Mal habe ich meinem Sohn die Wohnung zum Feiern überlassen und komme nach Hause schon mit dem Gedanken, es würde Chaos herrschen. Ich komme in den Flur … alles aufgeräumt und sauber … ich komme ins Wohnzimmer … ebenso alles picobello … ich gehe „total stolz auf meinen Sohn“ in sein Zimmer und die beiden Teller und die Turnschuhe nehme ich nicht einmal wahr. „Zuverlässigkeit“ ist grad für mich total erfüllt.

 

Gefühle brauchen keine Berechtigung!

 

Es ist nach meiner Überzeugung essentiell wichtig, Gefühle in ihrer Tiefe zu fühlen, um körperlich und seelisch gesund zu bleiben/werden und den zugrunde liegenden Bedürfnissen auf die Spur zu kommen. Dafür hilft in meinem Erleben, bewusst sein eigenes Gefühl und das Gefühl des Anderen „WILLKOMMEN“ zu heißen. Ich erlebe es dabei als sinnvoll, Inne zu halten und im Körper nachzuspüren/zu verweilen.

 

 

Die Holzfäller

 

Ein Holzfäller ging um 6 Uhr in den Wald und spaltete Holz. Er staunte nicht schlecht, als erst zwei Stunden später ein Kollege neben ihm mit seiner Arbeit anfing.

 

Der Erste arbeitete ohne Pause durch und hatte am Abend einen ansehnlichen Stoss Scheite beisammen. Der andere hackte 50 Minuten und ruhte sich dann jeweils zehn Minuten aus, und trotzdem war sein Stoss am Abend viel größer.

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" heißt für mich auch, sich bewußt Zeit für sich zu nehmen, um seine "Werkzeuge" zu schärfen, um ganz bei sich zu sein und aus dieser Kraft heraus anderen begegnen zu können.

 

„Wieso hast du mehr als ich?“ fragte der erste auf dem gemeinsamen Heimweg.

 

Da antwortete sein Kollege: „Weißt Du … ich habe mich in der Pause nicht nur ausgeruht. Ich habe die 10 Minuten vor allem dafür genutzt meine Axt zu schärfen“.

 

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Stille

 

Zu einer Einsiedlerin kamen eines Tages Wanderer.

Die fragten sie: „Welchen Sinn siehst Du in einem Leben der Stille?“

 

Sie war gerade mit dem Schöpfen von Wasser aus einer tiefen Zisterne beschäftigt. „Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“, fragte sie.

 

Die Besucher: „ Wir sehen nichts.“

 

Nach einer Weile forderte die Einsiedlerin wieder auf: „Schaut in die Zisterne, was seht ihr?“

 

Sie blickten hinunter und sagten: „Jetzt sehen wir uns selbst.“

 

Die Einsiedlerin sprach: „Als ich vorhin Wasser schöpfte, war das Wasser unruhig und ihr konntet nichts sehen. Jetzt ist das Wasser ruhig und ihr erkennt euch selbst. Das ist die Erfahrung der Stille.“

 

Gefunden im Büchlein „Typisch! Kleine Geschichten für andere Zeiten“,  

Alleinvertrieb: Andere Zeiten, www.anderezeiten.de

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Das Video funktioniert auch ohne Bildanzeige!

Sei nicht nett! Sei echt!  

... so der Buchtitel von Kelly Bryson  


Und dieses Video zeigt uns, wie "nett" sein die Welt verändern kann ...
 

Ein Widerspruch?  

Ich denke NEIN. Denn es geht vielmehr darum ECHT NETT zu sein ... ECHT WERTSCHÄTZEND zu sein ... und die "Gewaltfreie Kommunikation" ist EIN Weg, der uns zeigt, wie das geht, beides zusammen zu bekommen. Dinge anzusprechen, die uns stören und dennoch wertschätzend und nett in aller Echtheit zu sein ...

Hier kann das Video auf YOUTUBE angesehen werden. 

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Schwedisches Märchen – Was ist eigentlich Leben?

An einem schönen Sommertag war in der Mittagszeit Ruhe im Wald eingekehrt. Die Vögel stecken ihre Köpfe unter die Flügel. Alles schlief.
Da steckte eine Blaumeise ihr Köpfchen hervor und fragte: "Was ist eigentlich Leben?"

 

Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.
Ein Rose öffnete gerade ihre Knopse und schob vorsichtig ein Blütenblatt ums andere heraus. Sie sprach: " Das Leben ist eine Entwicklung."
Weniger tiefgründig geartet war der Schmetterling. Lustig flog er von einer Blüte zur anderen, naschte hier und da und sagte: "Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein."

Foto: Christine Wawra - www.christine-wawra.de

Weiter unten am Bach plagte sich eine Ameise mit einem Strohhalm und sprach:" Das Leben ist Mühe und Arbeit."
Da flog eine emsige Biene vorbei und meinte: " Das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen."
Das alles hörte der Maulwurf. Er steckte den Kopf aus der Erde und sagte: "Das Leben ist ein Kampf im Dunkeln."
Fast wäre nun ein Streit entbrannt, doch da setzte plötzlich der Regen ein. "Das Leben besteht aus Tränen nichts als Tränen" sagte die Regenwolke und zog weiter ans Meer.
Hier schäumten die Wogen und warfen sich mit aller Macht gegen die Felsen. "Das Leben ist ein vergebliches Ringen um Freiheit."
Hoch über den Wellen zog ein Fischadler majestätisch seine Kreise und rief: "Das Leben ist ein Streben nach oben."
Nicht weit vom Ufer entfernt stand eine Weide. Wind und Sturm hatten sie mit der Zeit zur Seite gebogen. Sie meinte: "Das Leben ist sich beugen unter einer höheren Macht."
Bald kam die Nacht und ein Uhu flog lautlos durch den Wald und krächzte: "Das Leben heißt: die Gelegenheit nutzen, wenn andere schlafen."
Es wurde ganz still. Ein junger Mann ging nach Hause und sagte vor sich hin:" Das Leben ist eine ständige Suche nach dem Glück und eine Kette von Enttäuschungen."
Doch da auf einmal war über dem Meer die Morgenröte zu sehen. Sie sprach: "Wie ich der Beginn des neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit."

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Die Geschichte vom Steinmetz

Eines Tages überlegte ich mir wieder einmal, was es wohl sei, das mir fehle, um endlich glücklich zu sein. Geld, Erfolg, ein anderer Wohnort, ein Prinz,…?? Da stand plötzlich ein alter Chinese neben mir und sagte beiläufig: „Sie erinnern mich an den Steinmetz!“ Ich starrte ihn überrascht an und fragte: „Welchen Steinmetz?“ Daraufhin sagte der alte Chinese:

„In meinem Land gibt es eine Geschichte, die von einem unglücklichen Steinmetz handelt, der wünschte, ein anderer zu sein, mit einer anderen Position im Leben. Eines Tages kam er am Haus eines reichen Kaufmannes vorbei, sah dessen großen Besitz und bemerkte, wie sehr der Kaufmann geachtet wurde. Der Steinmetz beneidete den reichen Kaufmann und wünschte sich, so zu leben wie dieser. Dann müsste er nicht länger ein einfacher Steinmetz sein. Zu seiner Verwunderung wurde ihm sein Wunsch gewährt. Plötzlich war er der Kaufmann und besaß mehr Macht und Luxus, als er jemals zu träumen gewagt hätte. Aber er wurde auch von den Armen beneidet und verachtet und hatte mehr Feinde, als er jemals für möglich gehalten hatte.

Dann sah er einen hohen Beamten, der von Dienern getragen und von Soldaten eskortiert wurde und vor dem sich alle verneigten. Er war der mächtigste und geachtetste Mann im ganzen Reich. Und der ehemalige Steinmetz und jetzige Kaufmann wünschte sich, wie jener hohe Beamte zu sein, Diener zu haben und Soldaten, die ihn bewachten, und mächtiger zu sein als alle anderen. Auch dieser Wunsch wurde ihm gewährt. Er verwandelte sich in den hohen Beamten, den mächtigsten Mann im ganzen Reich, vor dem alle sich verneigten. Aber der Beamte war auch der am meisten gefürchtete und gehasste Mann des Reiches, nur deshalb brauchte er so viele Soldaten. Die Sonne sandte stechende Strahlen zur Erde. Die Hitze war dem hohen Beamten sehr unangenehm, machte ihn mürrisch und verdrießlich. Er schaute zur Sonne empor und sagte bei sich: „Wie mächtig sie ist. Ich wünschte,ich könnte die Sonne sein.“

Es dauerte nicht lange, da war er die Sonne, die auf die Erde schien. Doch dann schob sich eine große, dunkle Wolke vor ihn und versperrte seinen Strahlen den Weg. „Wie mächtig die Wolke ist“, dachte er „Ich wünschte, ich wäre so mächtig wie die Wolke.“ Und so wurde er zur Wolke, die den Sonnenstrahlen den Weg versperrte und auf die Dörfer regnete. Doch ein starker Wind kam auf und blies die Wolke fort. „Ich wünschte, ich wäre so mächtig wie der Wind“, dachte er, und als er es aussprach, verwandelte er sich in den Wind. Doch der Wind konnte zwar Bäume entwurzeln und ganze Dörfer verheeren, aber er konnte nichts gegen einen Stein ausrichten. Der große Stein rührte sich nicht von der Stelle, er widerstand der geballten Macht des Windes. „Wie mächtig dieser Stein ist“,dachte der Wind. „Oh, wie gern wäre ich so mächtig wie er.“

Under verwandelte sich in den großen Stein, der der geballten Kraft des Windes widerstanden hatte. Jetzt war er endlich glücklich, die große Macht auf Erden. Aber plötzlich hörte er ein Geräusch: klick, klick, klick. Ein Hammer trieb einen Meißel in den Stein und brach ihn Stück für Stück entzwei. „Was könnte mächtiger sein als ich?“ fragte sich der Stein. Und da, am Fuße des großen Steines, stand…ein Steinmetz.“

Der alte Chinese schloss mit den Worten: „Viele Menschen suchen ihr Leben lang nach Glück und finden es nicht, weil sie an der falschen Stelle suchen. Man sieht keinen Sonnenuntergang, wenn man nach Osten schaut, und man findet das Glück nicht, wenn man es in seiner Umgebung sucht. Die Geschichte des Steinmetzes lehrt uns, dass man das Glück nur findet, wenn man nicht sein Leben, sondern sich selbst ändert.“

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Der Schmetterling

 

Eine junge, stachelige Raupe träumte davon, wunderschön und frei zu sein.  

 

Doch die anderen Raupen um sie herum redeten ihr ständig ein:  

<<Man ist nun einmal das, was man ist!>>

<<Wir müssen uns so annehmen, wie wir sind! Mit Haut und Haaren!>>

<<Was zählt, sind alleine Fakten!>>

<<Alles andere ist nur leere Träumerei!>>

<<Niemand dann nun einmal aus seiner Haut!>>

 

Die junge Raupe konnte dies nicht glauben und glaubte vielmehr an ihre Träume und Wünsche.

 

als die alten Raupen wieder einmal der jungen die Fantastereien ausreden wollten, flog neben ihnen plötzlich ein wunderschönder Schmetterling auf ...

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Weisheit des Alters

 

Ein 92-jähriger Mann beschloss nach dem Tod seiner Frau, ins Altersheim zu gehen. Die Wohnung schien ihm zu groß, und er wollte für seine letzten Tage auch noch ein bisschen Gesellschaft haben, denn er war geistig noch in guter Verfassung.

Im Heim musste er lange in der Halle warten, ehe ein junger Mann zu ihm kam und mitteilte, dass sein Zimmer nun fertig sei. Er bedankte sich und lächelte seinem Begleiter zu, während er, auf seinen Stock gestützt, langsam neben ihm herging.

Bevor sie den Aufzug betraten erhaschte der Alte einen Blick in eines der Zimmer und sagte. „Mir gefällt es sehr gut.“ Sein junger Begleiter war überrascht und meinte, er habe doch sein Zimmer noch gar nicht gesehen.

Bedächtig antwortete der alte Mann:

„Wissen Sie, junger Mann, ob ich den Raum mag oder nicht, hängt nicht von der Lage oder der Einrichtung, sondern von meiner Einstellung ab, von der Art, wie ich ihn sehen will. Und ich habe mich entschieden, glücklich zu sein. Diese Entscheidung treffe ich jeden Morgen, wenn ich aufwache, denn ich kann wählen.

Ich kann im Bett bleiben und damit hadern, dass mein Körper dies und jenes nicht mehr so reibungslos schafft - oder ich kann aufstehen und dankbar sein für alles, was ich noch kann. Jeder Tag ist ein Geschenk, und solange ich meine Augen öffnen kann, will ich sie auf den neuen Tag richten, und solange ich meinen Mund öffnen kann, will ich Gott danken für all die glücklichen Stunden, die ich erleben durfte und noch erleben darf.

Sie sind noch jung, doch nehmen Sie sich den Rat eines alten Mannes zu Herzen. Deponieren Sie alles Glück, alle Freude, alle schönen Erlebnisse als Erinnerungen auf einem Spezialkonto, um im Alter über einen Schatz zu verfügen, von dem Sie zehren können, wann immer Sie dessen bedürfen. Es liegt an Ihnen, wie hoch die Einlagen auf dem Konto sind. Ich verrate Ihnen noch zwei einfache Tricks, mit denen Sie ihr Konto rasch wachsen lassen können:

Hegen Sie in Ihrem Herzen nur Liebe, und und in ihren Gedanken nur Freude. In dem Bewusstsein, so ein Konto zu besitzen, verliert die Zukunft ihre Ungewissheit und der Tod seine Angst.“

Der junge Mann hatte staunend zugehört und bedankte sich nun mit einem strahlenden Leuchten in seinen Augen. Freudig drückte er den Arm des Alten und meinte: „Vielen Dank, soeben habe ich ein Erinnerungs-Konto bei meiner Bank eröffnet, und dieses Gespräch ist die erste Einlage.“

Mit diesen Worten öffnete er die Tür, um dem neuen Bewohner sein Zimmer zu zeigen.

Mit einem Schmunzeln sagte dieser: „Mir gefällt es sehr gut.“

 

Quelle: von Robert Staib, gesehen in www.licht-in-der-dunkelheit.de

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Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben,

das Leben allen Lebens.

 

In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins.

Die Wonne des Wachsens,

die Größe der Tat

und die Herrlichkeit der Kraft.

 

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum

und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch recht gelebt,

macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück

und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

 

Drum achte gut auf diesen Tag …

 

(aus dem Sanskrit) 

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Das Geheimnis der Zufriedenheit

 Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.  

"Meister", fragte einer von ihnen "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Ich wäre auch gerne so glücklich wie du."  

Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."  

Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"  

Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege,dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."  

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden betrachtend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr, wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedankenständig wo anders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."
nach einer zenbuddhistischen Parabel

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Den innerern Schweinehund verstehen und integrieren ::: Samstag, 15. Juli 2017, 9-17.30

 

"Willst Du Recht haben oder glücklich sein?" Vortrag+Grundlagenseminar, 21.-23. Juli in Dießen

 

Jahrestraining: 21 Tage tiefe Integration anhand Deines Herzensprojektes, Jan bis Nov 2018

 

Familienfreizeit 2017: GFK, Yoga und Achtsamkeit, Wartaweil am Ammersee, 19.-23. Aug