Wie löse ich achtsam Freundschaften

 

Ausführliche Frage


Wir haben ein befreundetes Paar mit denen wir nicht mehr im Kontakt stehen möchten. Sich nicht mehr melden und so tun als ob, ist doch sehr unfair und stressig. 


Ich habe überlegt was genau uns an dieser Freundschaft stört.

- sie ist sehr ich-bezogen, egoistisch, redet viel über sich, hört aber nicht gut zu, wenn man was über sich erzählt. 


Bspw. bittet sie bei der Geburtstagsgratulation meines Mannes, ob er ihre ihm unbekannte Mutter am nächsten Tag irgendwo in XYZ 2 Stunden entfernt hin und zurückfährt (mein Mann hat starke chronische Rückenschmerzen). Wir sollen ständig was tun oder über etwas informieren. 


-bei beiden keine Bereitschaft zu diskutieren und Offenheit gegenüber neuen oder ihnen fremden Themen....




Die Haltung der GFK ist, dass mein Bedürfnis genauso wichtig ist, wie das meines Gegenübers. 

Ich bemühe mich darum meines verständlich zu machen. 

Gleichzeitig geht es mir darum das Bedürfnis meines Gegenübers zu verstehen.

Erst wenn dieser Raum des gegenseitigen Verstehens entstanden ist, bemühe ich mich um eine Lösung, die meinem Bedürfnis und dem des Gegenübers gerecht wird. 
Ein reiner Abbruch, ist er auch noch so wertschätzend, achtsam formuliert, verlässt in meinem Verständnis immer die Haltung der GFK.


Und es ist auch ok. Denn wenn ich authentisch und echt sein will, ist es sehr wahrscheinlich, dass ich manchmal einfach nicht mehr mag und auch überhaupt nicht für den anderen da sein mag (sei nicht nett, sei echt).


Mir wichtig die Klarheit zu haben, dass ich mich dann gegen die GFK in diesem Sinne entschieden habe, weil mir zum Beispiel die Selbstfürsorge grad essentiell wichtiger ist.


Meine und damit eine von 1000en verschiedenen Formulierungen ist:


Ok ... Ihr ruft immer wieder an und wollt Kontakt zu uns ...

Ich merk, wie es mir leid tut, Euch immer wieder Gründe zu nennen, warum wir grad nicht können. Ich lege großen Wert auf offene und transparente Beziehungen und wir begleiten uns jetzt schon 8 Jahre unseres Lebens. Danke dafür.

Für mich ist der Zeitpunkt gekommen, dass ich andere Wege gehen mag. Ich mag mich grad gar nicht mit Euch treffen.

Wollt Ihr hören, was mich dazu bewegt?


(Nehmen wir mal ein Ja an)

Bei Dir Anna (mein ALIAS für die Freundin) denke ich daran, wie Du von Dir erzählst, was ich grundsätzlich sehr schätze. Gleichzeitig fällt es mir schwer Dir von mir zu erzählen. Ich erlebe es so, dass ich anfange zu erzählen und Du dann noch während ich rede anfängst von Dir zu erzählen. Ich bin da zunehmend genervt. Ich mag Freundschaften pflegen, in denen ich mir leicht tue in einem ausgewogenen Verhältnis von zuhören und gehört werden zu kommen.

Bei Dir Peter (mein ALIAS für den Freund) denke ich an unsere Gespräche. Ich habe zum Beispiel einmal mit Euch über "veganes Leben" mich austauschen wollen. Und es ist zu keinem Austausch gekommen. Ich merk zunehmend wie ich meine Enttäuschung darüber weggeschoben habe und mag ihr mehr Raum geben. Letztendlich geht es mir um meinen authentischen Selbstausdruck. Und in diesem Fall mag ich Zeit mit Freunden verbringen, auch um Neues zu entdecken.

Im Augenblick ist meine Konsequenz, dass ich keine Treffen mehr mich Euch haben mag. 


Wie geht es Euch damit?



 

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